
Das brachliegende Land erwacht unter ihren Schritten zu neuem Leben,
und gibt Schicht für Schicht schlafende Erinnerungen frei.
poetischen Texten und Bildprojektionen.Die Beteiligten
Christa Hostettler: Idee, Konzept, Bilder, Texte, Stimme
Christina Stöcklin: Regie, Wort
Urs Wiesner: Kompositionen, Klang
Edith Szabo: Lichtkonzept
Verena-Barbara Gohl: Textvertonung
Christa Hostetttler, Christina Stöcklin, Urs Wiesner und Horta Van Hoye sind ein Team, dass sich vor einigen Jahren künstlerisch in verschiedenen Projekten gefunden hat und seither mit Begeisterung und gegenseitiger Inspiration zusammenarbeitet. Unter anderem:
Performance "Gesichter-Geschichten" von H. Van Hoye am "Aids-Benefiz" in Interlaken mit Horta Van Hoye Spiel und Christa Hostettler/ Urs Wiesner Musik ab Band
Performance "Gesichter-Geschichten" von H. Van Hoye Spiel, Christa Hostettler/Urs Wiesner live Gesang/ Musik, an "40 Jahre ref. Kirche" in Untersiggenthal
Christa de Carouge, Herbstkollektion, Performance Horta Van Hoye, Regie Christina Stöcklin, Bildprojektion Christa Hostettler
Überlegungen zum Stück
Brachland ist ein spartenübergreifendes Projekt an den Berührungslinien von Text, Bild, Klang und Spiel. Auf der Grundlage von lyrischen Texten und Zeichnungen von Christa Hostettler ist die Stückidee zu Brachland entstanden
Beim Durchsehen und Auswerten der Skizzen, Zeichnungen und Texte entdeckten wir darin eine Protagonistin, die ihr Leben neu erfindet und sich zeichnend, schreibend und singend einen eigenen Kosmos schafft, in dem sie so etwas wie Heimat findet. Wie eine zweite, während dem Zeichnen unbemerkt angelegte Stimme, führt der Faden dieser Protagonistin durch die unchronologisch und prozessual angelegten Aufzeichnungen. Ihre Spuren hinterlassen eine Erzählebene, bringen Ordnung, Richtung und Sinn in die einzelnen Zeichnungen und fügen sie sozusagen zu einer Art Entstehungsgeschichte zusammen. Dieser Vorgang fasziniert alle Beteiligten am Stück und beinhaltet viel spannendes Basismaterial, das sich für einen gemeinsamen künstlerischen Prozess anbietet.
Basismaterial:
Zeichnungen
"Dicht in einem Atem" entstand im Zeitraum von 1999 bis 2006. Der Zyklus ist in der intimen Form vom fast täglichen Zeichnen in Skizzenheften entstanden. Er ertastet die Themen Herkunft, Heimat, Klang, Atem, Stille, Körper, Begegnung und inneres Reisen. Zeichnungen aus dem "Körpergedächtnis
Lyrische Texte
Die ersten einfachen Texte entstanden als Titel oder eher als Benennungen und Zuweisungen zu den Zeichnungen. Sie bezeichnen Befindlichkeiten, weisen die Richtung und Spur, führen im Wort näher zum Bild oder auch von ihm weg.
Die Texte greifen die Themen der Zeichnungen auf. Was dort eher ruht, wird im Wort aktiver und greift sprechend und singend in die Gestaltung der Szenen ein.
Arbeitsweise:
Bild/Text
Die vorhandenen Texte und das Bildmaterial sind die Basis unserer gemeinsamen Kreation. Sie sind offen angelegt und lassen Raum für die dazukommenden klanglichen Elemente, die darstellenden Figuren und die Stille. Klang, Figuren und die Szenen entwickeln sich über die Arbeit mit dem Text und dem Bildmaterial ohne ihre Unverwechselbarkeit und Eigenständigkeit zu verlieren. Sie horchen hinein, hinterfragen, klingen nach, ergänzen, reiben oder verbinden sich. Sie sollen assoziativ und spielerisch den Faden weiterspinnen, transformieren, Räume öffnen und Berührungslinien zum Schwingen bringen.
Klang/Musik
Die grösstenteils improvisierte Musik für „Brachland“ führt die ZuhörerInnen in eine urtümliche, gerade zu vorzivilisatorische Welt. So entsteht eine Art imaginäre Volksmusik basierend auf Gesang, Perkussion, live Elektronik und weiteren Klangüberrschungen. Instrumente sowie Klanginspirationen aus der ganzen Welt prägen die „zeitlose“ Bewegung des Spiels. Der kompositorischen Gestaltung von Urs Wiesner steht die Stimme von Christa Hostettler zur Seite. Ausserdem ergänzen die Sängerin und der Musiker diese Reise mit auf das wesentlich reduzierte Handlungen.
Wort
Durch die Geschichte führt eine Erzählerin, (Christina Stöcklin). Sie kommentiert das Geschehen auf der Bühne, rezitiert die lyrischen Texte und ist der ruhende Pol, der zwischen Bild, Ton und dem Publikum vermittelt.
Bühne
Auf der Bühne steht ein fünfteiliges Leporello, 2m. hoch und 5m. breit. Die mittleren 3 Rahmen sind bespannt mit unbedrucktem Zeitungspapier. Sie bilden eine grosse helle Fläche die das ruhende Brachland symbolisieren. Die beiden äusseren Flügel sind unbespannt, die leeren Rahmen repräsentieren Tore die beim durchschreiten in andere Welten führen.
Dieses Leporello bietet alle Möglichkeiten um das Stück Brachland gestalterisch in Erscheinung treten zu lassen und ist wichtiger Bestandteil für die Entwicklung des Spiels:
Es dient als:
Element um Räume zu schaffen
Leicht verstellbares Bühnenbild
Projektionsflächen für Licht und Bilder
Membran/Haut